Eine POST-melodramatische Recherche

Warst du schon einmal richtig verliebt, und wie hat sich das angefühlt? Oder ist romantische Liebe für dich eher ein abstraktes Konzept, das an dir vorbeigeht? Was weiß dein Körper über Liebe? Welche Orte, Grenzen und Normen verbindest du mit ihr? Hast du etwas über Liebe außerhalb der Norm zu sagen? Wir beleuchten diese Fragen aus einer feministischen Perspektive und untersuchen romantische Liebe theoretisch, partizipativ und künstlerisch. Dabei hinterfragen wir Liebesnarrative und ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Stuttgart – Deutschland, 01.06.2026
An: Wen es betrifft

Guten Tag,
WIR, Johana Gómez, Laura Galeano und Magda Agudelo von La Fuchsia Kollektiva e.V., möchten mit dir über ein bedeutendes Thema sprechen, das sowohl in der feministischen Theorie als auch im Alltag von großer Bedeutung ist: die romantische Liebe. In unseren bisherigen Recherchen zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Empowerment stießen WIR immer wieder auf die Liebe – manchmal als Lösung, manchmal als Hindernis.
Romantische Liebe wird häufig als höchstes Ideal dargestellt. Doch wie viel davon ist wirklich unser Wunsch und wie viel das Ergebnis gesellschaftlicher Erwartungen?. Ist sie zu einem gesellschaftlichen Zwang geworden? Unser Ziel ist es, diese Fragen zu erörtern und die Liebe neu zu definieren – freier und gleichberechtigter.

Für unser Projekt planen WIR 2026 mehrere Phasen: Zunächst eine theoretische Untersuchung der romantischen Liebe, wobei das Melodrama als Einstieg dient. Dieses Genre bietet ein reiches Repertoire an Narrativen, die sich dekonstruieren und transformieren lassen. Parallel dazu möchten WIR einen partizipativen Austausch von Liebesbriefen mit den Menschen in Stuttgart initiieren; dazwischen findet eine Schreibwerkstatt mit Dahab Paulos statt, in der Stuttgarterinnen über das Thema Liebe schreiben können. Anschließend haben WIR unsere Kolleginnen Jasmin Schädler, Felix Nagl, Yara Richter, Tom Goemare und Daura Hernández zu acht intensiven Labortagen eingeladen. Gemeinsam werden WIR das gesammelte Material aus der ersten Phase experimentell bearbeiten. Texte, Szenen oder Lieder, die daraus entstehen, sollen Teil einer Inszenierung 2027 werden. Die Labortage möchten WIR in Form einer Fotonovela dokumentieren und öffentlich präsentieren.
WIR danken dir für deine Aufmerksamkeit und freuen uns, dass du diesen Brief bis zum Ende gelesen hast und würden uns sehr freuen, wenn WIR dich bei unseren Termine in den nächsten Monaten sehen.
Mit feministischen Grüßen,
Johana Gomez, Laura Galeano und Magda Agudelo

Briefwechsel im Juni und Juli 2026

In einem partizipativen Austausch werden Liebesbriefe, Gedanken und Gefühle über
romantische Liebe geteilt. Diese Briefe sollen uns einen intimen und authentischen
Einblick in die vielfältigen Facetten der Liebe geben, wie sie von den Menschen unserer
Stadt erlebt wird. Die Dynamik des Briefwechsels erfahrt ihr unter

Macht gerne mit! Hier zum runterladen:

Brief Nr. 0

Wichtige Termine

Schreibwerkstatt am 04. und 05. Juli 2026 mit Dahab Paulos

In einer kreativen Atmosphäre setzen wir uns gemeinsam mit dem mächtigen Gefühl Liebe auseinander. Hast du schon einmal jemanden geliebt? Bist du gerade verliebt? Erinnerst du dich daran, wo deine erste Liebe entstanden ist? Wie alt warst du, als du dich zum ersten Mal verliebt hast? Welche Orte verbindest du mit Liebe?

Showings des Künstler*innenlabors

  • 10.10.26 um 18:30 Uhr und am
  • 18.10.26 um 14:30 Uhr in Kooperation mit Theater RAMPE.

Teile der Laborergebnisse werden in zwei Showings an zwei unterschiedlichen Tagen öffnen die Künstlerinnen ihren Prozess, teilen Fragmente, Szenen, Bewegungen, klangliche Experimente, dabei beleuchten sie die romantischer Liebe aus feministischer, post-melodramatischer und alltagsnaher Perspektive. Die Showings laden das Publikum ein, eigene Vorstellungen von Liebe zu hinterfragen und neue Möglichkeiten des Liebens zu entdecken.

Mitwirkende:

Johana Gómez – Konzept, Performance und Projektmanagement
Magda Agudelo
– Konzept, Performance und Öffentlichkeitsarbeit
Laura Galeano
– Konzept, Performance und Produktionsmanagement
Dahab Paulos
– Schreibwerkstatt Leitung
Jasmin Schädler
– Performance
Felix Nagl
– Performance
Daura Hernández
– Performance
Yara Richter
– Performance
Tom Goemare
– Performance
Team Theater Rampe
– Technik

Ein Projekt von:

In Kooperation mit:

Gefördert durch: