
Wie können wir in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung wieder miteinander ins Gespräch kommen? Wie entsteht Empathie – und wie lässt sie sich in konkretes Handeln übersetzen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das partizipative Kunstprojekt #EmpathyInMotion, lädt Menschen verschiedener Generationen und kultureller Hintergründe ein, Empathie gemeinsam zu erforschen, zu erfahren und in Handlung umzuwandeln und in einem gemeinsamen künstlerischen Prozess zusammenbringen.
Ausgehend von den Herausforderungen unserer Gegenwart, Kriege, Klimakrise, soziale Ungleichheit und digitale Gewalt schafft das Projekt Räume, in denen persönliche Erfahrungen zu einem Ausgangspunkt für gemeinsames Nachdenken und Handeln werden. Im Zentrum steht die Suche nach neuen Perspektiven auf Zusammenleben, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In einer fünfteiligen Workshopreihe entwickeln jeweils 15 Teilnehmende eigene künstlerische Arbeiten. Unter dem Leitmotiv „Ich – Du – Wir – Handeln“ verbindet #EmpathyInMotion Methoden der Performancekunst, Fotografie, Audio, Video und des kollektiven Schreibens. Individuelle Geschichten treffen auf unterschiedliche Lebensrealitäten, aus denen gemeinsame Fragestellungen entstehen – etwa zu Diskriminierung, Geschlechterrollen, Leistungsdruck oder Zukunftsängsten. Die Teilnehmenden gestalten den Prozess aktiv mit und werden selbst zu Autor*innen ihrer Perspektiven.
Der künstlerische Ansatz versteht kulturelle Teilhabe als aktiven gesellschaftlichen Prozess. Begegnung, Zuhören und Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt. Kunst wird dabei zum Medium, um Empathie nicht nur zu reflektieren, sondern praktisch zu erproben und neue Perspektiven des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu eröffnen. Den Abschluss des Projekts bildet eine öffentliche Präsentation in Stuttgart, Freiburg und Frankfurt jeweils. Besucher*innen sind eingeladen, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und Empathy-Aktionen aktiv mitzugestalten und zu multiplizieren.
Termine
Stuttgart:
23.10.: 17:00 – 20:00
24.10.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
25.10.: 10:00 – 15:00 · 14:00 – 19:00
14.11.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
15.11.: 10:00 – 14:00 · 15:00 – 19:00
Freiburg:
06.11.: 17:00 – 20:00
07.11.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
08.11.: 10:00 – 15:00
04.12.: 17:00 – 20:00
05.12.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
06.12.: 10:00 – 15:00
Frankfurt a. M.:
22.01.: 17:00 – 20:00
23.01.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
24.01.: 10:00 – 15:00
19.02.: 17:00 – 20:00
20.02.: 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00
21.02.: 10:00 – 15:00
#EmpathyInMotion #KunstVerbindet #ArtForChange #CommunityArt
Förderer
Kooperationspartner
PROJEKTBETEILIGTE

Paola Tamayo:
Paola Tamayo ist Filmemacherin mit dokumentarischem Schwerpunkt. Nach ihrer Tätigkeit als darstellende Künstlerin in Kolumbien verlagerte sie ihr künstlerisches Schaffen nach Deutschland. Dort studierte sie Kultur- und Medienbildung mit dem Schwerpunkt digitale Medien und begann ab 2011 im dokumentarischen Bereich zu arbeiten, zunächst als Tonfrau und Kameraassistentin, später als Regisseurin und Produzentin.
Ihre filmische Arbeit beschäftigt sich mit politischen Realitäten, Widerstand und Erinnerung – häufig aus einer feministischen und dekolonialen Perspektive. Ihre Filme wurden unter anderem von ARTE, SWR und Deutsche Welle (DW) veröffentlicht.
Johana Gómez studierte Bildende Kunst mit Schwerpunkt Neue Medien und Kunsttheorie an der Universidad Nacional de Colombia. Ab 2008 absolvierte sie ein Performance-Austauschstudium an der Universidade de São Paulo, an der Escola de Comunicações e Artes da USP. Seit 2010 lebt sie in Deutschland und schloss 2015 ihr Studium im Fach Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ab. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Bereich Performance Kunst, Bühnen- und Kostümbild und partizipativer Kunstpraxis. Im Laufe ihres künstlerischen Werdegangs entwickelte sie im Bereich Artivismus.
Performancekunst im öffentlichen Raum sowie interdisziplinäre und partizipative Formate stehen im Zentrum ihrer Arbeitsweise. Inhaltlich beschäftigt sie sich insbesondere mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, die intersektionale Diskriminierung begünstigen. 2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren Künstlerinnen den La Fuchsia Kollektiva e. V., der seither verschiedene Kunst-, Kultur- und Bildungsprojekte realisiert.


Oriana Barrera Hernández ist Filmassistentin und verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Film- und Veranstaltungswelt. Sie war an mehreren Filmproduktionen beteiligt und arbeitete regelmäßig hinter den Kulissen großer Konzerte und Festivals, wo sie für einen reibungslosen Ablauf auf und hinter der Bühne sorgte. Ihr besonderes Interesse gilt gesellschaftlichen Themen wie Politik, Menschenrechten und dem Engagement gegen Diskriminierung. Zudem übernimmt sie die Öffentlichkeitsarbeit sowie den Bereich Social Media.



