Performative Fahrradtour am Neckar entlang bis zum Stadtarchiv

Die interdisziplinäre Performance Lärm der Exotinnen widmet sich einem “Geheimnis” von Bad Cannstatt: die Gelbkopfamazonen. Die Künstlerinnen von La Fuchsia Kollektiva stellen diese Begebenheit als Metapher einer Migrationsgeschichte mit starker Resilienz dar. Sie entlarven dadurch das, was die Präsenz dieser exotischen Vögel über die Begierde für “das Andere” und die Lust, das Exotische bei sich zu haben, aufzeigt.

Die Papageiengruppe macht sich auf Fahrräder samt Publikum auf Entdeckungsreise entlang des Neckars, erzählt ihre eigene Geschichte, sucht nach Spuren von Waren und Rohstoffen, die wie sie selbst von anderen Kontinenten hierher transportiert wurden. Sie graben in der Geschichte und schaffen es, manche Funde zu entziffern.

Lärm der Exot*innen ist Teil der Reihe Hidden Places – Stuttgart neu erzählt! Kunst- und Kulturprojekte an Orten der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum*. Für La Fuchsia Kollektiva, als interkulturelles Künstlerinnenkollektiv, ist dieses Projekt ein weiterer Schritt auf der Suche nach einer performativen Ästhetik im öffentlichen Raum, die es ermöglicht, in einem spezifischen Kontext, Themen anzugehen, die über die Landesgrenzen hinaus relevant sind, wie die Zusammenhänge zwischen Migration und kolonialer Vergangenheit.

Lärm der Exot*innen wird in Kooperation mit dem Stadtarchiv Stuttgart gemacht und vom Freundeskreis Stuttgarter Amazonen e.V. unterstützt. Das Projekt wird von der Stadt Stuttgart und der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart – FTTS gefördert.

Anmeldung bis 2 Tage vor jeder der Aufführung unter anmeldung.lfk@gmail.com

*Hidden Places – Stuttgart neu erzählt! Kunst- und Kulturprojekte an Orten der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum ist eine Kooperation zwischen der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur und dem Fachbereich Kunst im öffentlichen Raum der Abteilung Kulturförderung der Landeshauptstadt Stuttgart. Bisher wenig oder nicht bekannte Orte und Themen der Stuttgarter Geschichte sollen durch verschiedene Kunst-und Kulturprojekte im öffentlichen Raum bespielt und damit erfahrbar gemacht werden. So werden sie sichtbarer Teil einer lebendigen Erinnerungskultur.